Ricciaia, Dolcetto d'Alba DOC Superiore 2016 € 9,40 € 12,53/l Best.-Nr. R86
Ricciaia, La Biòca

Trauben: 100% Dolcetto; 13,5% Vol.; DIAM-Naturkorken

Lage: Vigna Chiesa in der Gemeinde Monforte d'Alba

Jahr der Auspflanzung: 2002 (alter Weinberg) bzw. 2014 (neuer Weinberg); Fläche: 0,42 bzw. 0,65 ha; Ertrag: 42 hl/ha; Ernte: 8. September 2016

Vinifikation:
Kelterung ohne Kaltmazeration. Temperaturkontrollierte alkoholische Gärung bei 19°C zur Erhaltung der frischen Fruchtnoten und zur Vermeidung einer zu starken Extraktion von Polyphenolen. Mostabstich bei 4°KMW (Klosterneuburger Mostwaage) und Fortsetzung der Gärung ohne die Schalen.

Ausbau:
12 Monate in 30 hl-Fässern aus osteuropäischer Eiche

Abfüllung: Am 01.12.2017; Produktionsmenge: 4.000 Flaschen

Analysedaten:
Alkohol: 13,65%; Säuregehalt: 5,24 g/l; Restzucker: 1,4 g/l; pH: 3,56; SO2 gesamt: 51 mg/l; Trockenextrakt: 25,8 g/l

Der Weinberg:
Die Trauben kommen von unserem Weinberg in Monforte d'Alba, der seit 2017 als regionale Cru mit eigenem Namen (Vigna Chiesa) firmiert, gelegen auf einem nordexponiertem Hang mit herrlichem Blick auf den Monte Viso. Der Boden ist tonig-sandig mit 10% Tuffsteinanteil, flachgründig und eher mager, die Reben produzieren deshalb relativ wenige und kleine Trauben mit sehr gehaltvollen Beeren. 2014 haben wir die Dolcetto-Anbaufläche am selben Hang auf Kosten von Haselnusssträuchern erweitert, und diese Neupflanzung hat 2016 die erste Ernte erbracht.

Die Traube:
Der Dolcetto ist eine der populärsten Rebsorten im Piemont. Die Süße in seinem Namen ("dolce") hat vermutlich damit zu tun, dass diese Rebsorte relativ früh reift und ihre Trauben deshalb früher als die aller anderen Rebsorten süß werden.

Der Wein:
"Leuchtend purpurrot. Intensive, weinige Nase. Waldbeeren, Gewürze, balsamischer Hauch. Weich und körperreich im Geschmack, mit gut abgestimmter Säure-Tannin-Balance. Trocken im Finale." (Bibenda 2017)

Der Name:
Der Igel (Riccio) ist das Markenzeichen des Weinguts. Riccio bezeichnet im Italienischen aber auch die stachelige Hülle der Esskastanie. Die Ricciaia wiederum steht für einen mit Blättern und Erdreich abgedeckten Haufen von Kastanien in den Schalen. Diese Haufen wurden früher aufgeschichtet, um die Kastanien durch Auslösung einer leichten Fermentation für einige Monate zu konservieren. Die im Piemontesischen als "Maròn" bezeichneten Früchte gehören zur gastronomischen Tradition der Stadt Cuneo.

Weingut La Biòca

La Biòca ist ein kleines Weingut in den Langhe. Seine Weinberge befinden sich in den Gemeinden Monforte d’Alba (Bussia, San Sebastiano), Novello (Ravera), La Morra (Castagni e Croera), Barbaresco (Secondine, Ronchi), und Roddino (Corini). Von insgesamt 16 ha sind 8,6 unter Ertrag. 7,4 ha, die erst kürzlich in der Gemeinde Roddino erworben wurden, werden in den nächsten zwei Jahren neu bepflanzt. Die Kellerei befindet sich in der Ortschaft Fontanafredda in der Gemeinde Serralunga d’Alba. Angeschlossen ist auch ein Agriturismo, in dem 6 komfortable Zimmer zur Verfügung stehen.

La Biòca kultiviert in erster Linie die traditionellen Rebsorten der Langhe wie Dolcetto, Barbera, Nebbiolo, Arneis und Moscato. Auslesen werden auch aus autochtonen Rebsorten (Favorita, Freisa, Pelaverga) sowie aus alten Weinbergen erzeugt (Barbera d’Alba Superiore, Barolo Riserva). Darüber hinaus umfasst das Sortiment diverse Cru von Barolo und Barbaresco.

La Biòсa ist ein piemontesisches Wort und bezeichnet eine energische und durchaus ein wenig dickköpfige Person. Ein passender Name, denn mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit ist das Team von La Biòca bestrebt, mit exzellenten Weinen die herausragenden Qualitäten des Terroirs der Langhe zum Ausdruck zu bringen. Der Igel ist das Markenzeichen des Weinguts.

Leben ohne Wein ist möglich, aber sinnlos.